01 „zu Ende der herrlichen Elsasser Ebene“

  • 01 „zu Ende der herrlichen Elsasser Ebene“

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Johann Daniel Schöpflin: Alsatia Illustrata Germanica Gallica. Colmar: Typographia Regia 1751.

Bereits im elterlichen Haus in Frankfurt am Main entwickelte der junge Goethe ein starkes Interesse an mineralogischen und geologischen Fragen. Durch die Auseinandersetzung mit der Naturaliensammlung des Vater Johann Caspar Goethe (1710 bis 1782) erwuchs dem Heranwachsenden die Möglichkeit, sich mit der Erdgeschichte sowie Aspekten der Gesteinskunde zu beschäftigen.

Vor diesem Hintergrund ist zu verstehen, dass Goethe während einer Reise, die er im Sommer des Jahres 1770 von seinem Studienort Straßburg aus unternahm, sowohl einen besonderen Blick für die geologischen Besonderheiten der durchreisten Landschaften hatte als auch die Gelegenheit nutzte, Steinbrüche und Bergbaue im Nordelsass, in Lothringen und an der Saar zu besichtigen. Der Ritt von Zabern in die Saargegenden begann am 22. Juni und endete am 4. Juli in Straßburg.

Johann Daniel Schöpflin (1694 bis 1774) war als Professor für Geschichte, Beredsamkeit und Staatsrechtslehre an der Straßburger Universität einer der Lehrer Goethes. Dieser nutzte Schöpflins Geschichte des älteren Elsass neben den im Jahr 1812 noch vorhandenen, später vernichteten Tagebüchern, als er im Rahmen der Arbeit an seiner Autobiographie „Aus meinem Leben. Dichtung und Wahrheit seine im Jahr 1770 unternommene Reise nach Saarbrücken beschrieb.

Zu sehen ist ein Kupfer mit der Ansicht von Hagenau, das Goethe auf der Rückreise von Saarbrücken besuchte.