Die literarische Nachkriegsmoderne im Saarland

Vor dem Hintergrund der politischen Entwicklung von Kriegsende, französischer Besatzung, Saarstaat und Eingliederung in die Bundesrepublik Deutschland vollzog sich im Saarland ein zwar mit den literarischen Strömungen in Deutschland verbundener, jedoch in wesentlichen Zügen eigenständiger literarischer Diskurs.
Die Ausstellung dokumentiert die saarländische Nachkriegsliteratur von den späten 1940er bis in die frühen 1960er Jahre, stellt wesentliche Strömungen und Entwicklungen sowie deren Protagonisten vor. Sie beleuchtet den literarischen Strukturwandel in den Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg und die spezifischen saarländischen Ausprägungen. Dieser Prozess der Nachkriegsmoderne ist einerseits von der Auflösung traditioneller Formen geprägt, andererseits von den Stimmen einer Gegenbewegung, die auf deren Bewahrung beharren.
Ausgewählte Zeugnisse aus den Sammlungen des Literaturarchivs Saar-Lor-Lux-Elsass dokumentieren und diskutieren, auf welche Weise sich politische und literarische, gesellschaftliche und ästhetische Fragen der Zeit in den Werken saarländischer Autorinnen und Autoren repräsentiert finden.

Die Ausstellung ist vom 7. Februar bis zum 28. Mai 2019 zu sehen.