Schriften des Literaturarchivs Saar-Lor-Lux-Elsass der Saarländischen Universitäts- und Landesbibliothek

Im Rahmen der Schriftenreihe erscheinen zum einen literarische Werke aus dem Saarland und Luxemburg, aus dem Elsass und aus Lothringen, zum anderen Sammel- und Tagungsbände sowie Ausstellungskataloge des Literaturarchivs.

Im guten Buchhandel erhältlich.

„Die Grenze war fern“. Elsaß-Lothringen im Spiegel der Literatur

Herausgegeben von Hermann Gätje und Sikander Singh. Hannover: Wehrhahn Verlag 2019.

Während die politische Symbolik und ökonomische Bedeutung des Reichslands Elsaß-Lothringen für das junge deutsche Kaiserreich grundlegend erforscht worden sind, ist über die Literatur, die dort in den Jahren zwischen 1871 und 1918 entstand, wenig bekannt. Es gibt jedoch eine Vielzahl literarischer Stimmen, die entweder zwischen 1871 und 1918 in Elsaß-Lothringen geboren worden sind, dort (zeitweise) gelebt haben und die Erfahrungen der preußischen Herrschaft in diesem, seit Jahrhunderten zwischen Deutschland und Frankreich umstrittenen Grenzgebieten verarbeiten. In autobiographischen Schriften als auch in lyrischen, epischen und essayistischen Werken werden Bilder und Eindrücke der Reichslandzeit reflektiert.

Das Lesebuch versammelt in Auszügen literarische Betrachtungen der Lebenswelt und ihrer kulturellen Konflikte im Reichsland, spiegelt Aspekte des literarischen Lebens dieser Jahre.

ISBN 978-3-86525-751-2 | 24,00 Euro

Literatur und Geschichte

Herausgegeben von Sikander Singh und Manfred Leber. Saarbrücken: Universaar. Universitätsverlag des Saarlandes 2018. 

Was ist Fakt, was ist Fiktion? In den politischen Debatten unserer Gegenwart wird diese Frage kontrovers diskutiert. Es ist aber auch eine Frage, die seit der Antike geistes- wie ideengeschichtliche Debatten bestimmt hat. Dichtung, die Geschichte zum Thema hat, und scheinbar geschichtliche Zeugnisse, die bei genauer Betrachtung eher Dichtung sind, führen zu sehr unterschiedlichen Deutungen.

Die Beiträge der siebten Saarbrücker literaturwissenschaftlichen Ringvorlesung stellen deshalb Beispiele von den Evangelien und grundlegenden Reflexionen von Philosophen und Historikern in der Antike bis hin zur Literatur der Gegenwart vor.

ISBN 978-3-86223-268-0 | 20,50 Euro (zum ebook)

Klaus Martens: Farbe der Amsel. Ausgewählte Gedichte 1984 bis 2016

Saarbrücken: Universaar. Universitätsverlag des Saarlandes 2017.

„Die Amsel ist kein Vogel der Nacht, / ihre Farbe tarnt sie nicht, / sie liebt den frühen Morgen und den Tag“ – Der Band versammelt lyrische Texte aus allen Schaffensphasen des Dichters. In der Zusammenstellung erscheinen die Stimmenvielfalt und die charakteristischen Motive seines Werkes in einem neuen Kontext und fügen sich zu einem poetischen Mosaik.

Klaus Martens wurde 1944 in Kirchdorf/Niedersachsen geboren und wuchs in Bremen auf. Er ist Lyriker, Übersetzer und Literaturwissenschaftler. Bis zu seiner Emeritierung hatte er den Lehrstuhl für Nordamerikanistik an der Universität des Saarlandes inne. Er lebt in Saarbrücken und Urshult (Schweden).

ISBN 978-3-86223-258-1 | 22,10 Euro

Erkundungen zwischen Krieg und Frieden

Herausgegeben von Manfred Leber und Sikander Singh. Saarbrücken: Universaar. Universitätsverlag des Saarlandes 2017.

Der Krieg ist nicht nur eine Kategorie, die das politische Denken und Handeln bestimmt. In allen Epochen haben Krieg und Kriegserlebnis auch die Literatur, die Künste und Wissenschaften geprägt. Vor diesem Hintergrund haben Schriftstellerinnen und Schriftsteller in ihren Werken einerseits Erfahrungen des Krieges verarbeitet und reflektiert und andererseits über Voraussetzungen und Bedingungen wie die grundsätzliche Möglichkeit des friedlichen Miteinanders menschlicher Gesellschaften nachgedacht.

Die Beiträge der fünften Saarbrücker literaturwissenschaftlichen Ringvorlesung fragen deshalb nach bellizistischen und pazifistischen Diskursen in der Literatur. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf den kanonischen Werken der Literaturgeschichte, die im Hinblick auf Repräsentation und Inszenierung, auf Darstellungsstrategien und Rhetoriken, auf Erinnerungen und Deutungen von Krieg und Frieden untersucht werden.

ISBN 978-3-86223-237-6 | 22,40 Euro (zum ebook)

„Vor Verdun verlor ich Gott“ - Literarische Zeugnisse und Dokumente 1916 bis 2016

Herausgegeben von Hermann Gätje und Sikander Singh. Saarbrücken: Universaar. Universitätsverlag des Saarlandes 2016.

Das Lesebuch versammelt literarische Deutungen, aber auch Erlebnisberichte und militärhistorische Darstellungen der Schlacht um Verdun. Die Texte bilden nicht nur die Erfahrung des Krieges ab, sie dokumentieren zugleich die bellizistischen und pazifistischen Debatten des 20. Jahrhunderts.

ISBN 978-3-86223-213-0 | 19,70 Euro

Goethe und …

Herausgegeben von Manfred Leber und Sikander Singh. Saarbrücken: Universaar. Universitätsverlag des Saarlandes 2016.

Johann Wolfgang Goethe galt bereits seinen Zeitgenossen als paradigmatischer Vertreter jenes Dichtergenies, dessen Ideal er selbst erschaffen hat; im Verlauf des 19. Jahrhunderts avancierte er zu dem bedeutendsten deutschen Dichter. Hierzu hat nicht nur die ungeheure Wirkung seiner Jugendwerke beigetragen, die lyrische Sprache, die er in den Jahren des Sturm und Drang entwickelte, hat die deutsche Lyrik nachhaltig geprägt. Auch seine Romane und Erinnerungsschriften wurden im 19. und 20. Jahrhundert zu stilbildenden Mustern ihrer jeweiligen Gattungen. Schließlich sind im Hinblick auf sein literarisches Werk vor allem die beiden Teile der „Faust“-Tragödie wirkungsmächtig geworden.

Goethes Einfluss auf die europäische Geistesgeschichte beruht jedoch nicht nur auf seinem dichterischen Schaffen. Auch seine vielfältigen naturwissenschaftlichen Forschungen und seine amtlichen Tätigkeiten am Hof des Herzogs von Sachsen-Weimar-Eisenach weisen ihn als einen seine Epoche bestimmenden Denker aus. Vor diesem Hintergrund präsentieren die Beiträge des Bandes Goethe aus verschiedenen Perspektiven: Werke des Weimarer Schriftstellers werden im Kontext ihrer Zeit vorgestellt und einer Neulektüre unterzogen, seine Beziehungen zu Zeitgenossen wie seine Auseinandersetzung mit anderen Epochen wird untersucht und schließlich werden auch Aspekte seiner Wirkungsgeschichte betrachtet.

ISBN 978-3-86223-207-9 | 14,40 Euro (zum ebook)

Übergänge, Brüche, Annäherungen. Beiträge zur Geschichte der Literatur im Saarland, in Lothringen, im Elsass, in Luxemburg und Belgien

Herausgegeben von Hermann Gätje und Sikander Singh. Saarbrücken: Universaar. Universitätsverlag des Saarlandes 2015.

Seitdem die Idee des Nationalstaates in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts das politische Handeln in Europa bestimmt hat, thematisierte die schöngeistige Literatur philosophische und poetologische Fragen auch vor dem Hintergrund kollektiver Zuschreibungen wie der Sprache, der Tradition, der Sitte oder der Abstammung. Zugleich diskutierte sie Möglichkeiten der Überwindung nationaler Denkmuster im Sinne eines europäischen Gedankens. Diese ästhetisch produktive Ambivalenz wird in besonderer Weise in Texten sichtbar, die in Regionen entstanden sind oder solche zum Gegenstand wählen, die von den Koalitionskriegen bis zum Zweiten Weltkrieg im Spannungsfeld deutscher und französischer Interessen lagen.

Die wissenschaftlichen und essayistischen Aufsätze des Bandes arbeiten als eine Geschichte der Literatur im Grenzraum zwischen Deutschland und Frankreich, Belgien und Luxemburg die ästhetische Eigenart der behandelten Werke heraus, umreißen sie interpretatorisch und leisten zugleich einen Beitrag zu ihrer kultur- wie literarhistorischen Einordnung.

Der Band erschien anlässlich des dreißigjährigen Jubiläums des Literaturarchivs Saar-Lor-Lux-Elsass.

ISBN 978-3-86223-192-8 | 40,90 Euro

Jedermannskrieg. Objekte und Erinnerungen 1914 | 2014

Herausgegeben von Nelia Dorscheid und Sikander Singh. Saarbrücken: Universaar. Universitätsverlag des Saarlandes 2015.

Weil die Kämpfe des Ersten Weltkrieges, insbesondere in den Regionen entlang der deutsch-französischen Grenze, nicht nur Spuren in der Literatur hinterlassen haben, sondern auch in privaten Erinnerungen, hat die Schriftstellerin Nelia Dorscheid historische Objekte gesammelt und Erzählungen aufgezeichnet, die in den Familien zu diesen Objekten überliefert worden sind. Auf diese Weise ist eine Sammlung literarischer Miniaturen entstanden, die von der Front, aus dem Alltagsleben, von einer vom Krieg und seinen physischen wie psychischen Zerstörungen geprägten Wirklichkeit erzählen. Der reich bebilderte Folioband präsentiert die Exponate der Ausstellung „Jedermannskrieg | Objekte und Erinnerungen 1914 | 2014“, weitere Gegenstände und Schriftstücke in anspruchsvollen Farbfotografien, neben den literarischen Mininaturen eine weitere Erzählung und einen Essay von Nelia Dorscheid sowie Beiträge von Mitarbeitern des Literaturarchivs.

ISBN 978-3-86223-161-4 | 32,30 Euro

Rainer Luthe: Der Stuhl im Birnbaum. Leben zwischen zwei Grenzen

Saarbrücken: Universaar. Universitätsverlag des Saarlandes 2014.

Rainer Luthe erzählt sein Leben vor dem Hintergrund der saarländischen Geschichte des 20. Jahrhunderts. Der Nationalsozialismus und die Nachkriegszeit, der Beitritt des Saarlandes zur Bundesrepublik Deutschland und die frühen Jahre der Universität des Saarlandes werden in autobiographischen Betrachtungen zu einem eindrucksvollen Zeitgemälde verdichtet.

Rainer Luthe (geb. 1932) wuchs in Hüttigweiler und Saarbrücken auf. Er studierte in Saarbrücken und Homburg, lehrte Psychiatrie und Neurologie an der Universität des Saarlandes. Von 1983 bis 1998 war er am Universitätsklinikum des Saarlandes Direktor des Instituts für forensische Psychologie und Psychiatrie.

ISBN 978-3-86223-154-6 | 17,50 Euro

„Erkenntniswege“ Aufgeklärte Reisen durch das Saarland, Luxemburg, Lothringen und das Elsass

Herausgegeben von Sophia Krebs und Sikander Singh. Saarbrücken: Universaar. Universitätsverlag des Saarlandes 2013.

Das Jahrhundert der Aufklärung war auch das Jahrhundert der Reisen. Auf ihren Fahrten durch Europa haben Schriftsteller und Künstler, Gelehrte und Kaufleute auch die Regionen entlang der deutsch-französischen Grenze besucht. Ihre Berichte erzählen von der Schönheit der Landschaft, von Dörfern und Städten, Schlössern und Bürgerhäusern, Festungsanlagen und Lustgärten, Kirchenbauten und Kunstsammlungen, Handel und Gewerbe, von Begegnungen mit Persönlichkeiten der Zeit – und nicht zuletzt von den Gefahren, denen Reisende auf unbefestigten Straßen und einsamen Wegen ausgesetzt waren.

ISBN 978-3-86223-110-2 | 19,80 Euro

Gustav Regler: „Denn selbst die Mutigen haben Angst“ | Ein Lesebuch

Herausgegeben von Hermann Gätje, Annemay Regler-Repplinger und Sikander Singh. Saarbrücken: Universaar. Universitätsverlag des Saarlandes 2013.

Gustav Reglers Werke dokumentieren die intensive Auseinandersetzung des Exilschriftstellers mit den politischen Fragen seiner Zeit und den Widersprüchen und Verwerfungen der deutschen Geistesgeschichte in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Zugleich erzählt er von seinen Erfahrungen während des Ersten Weltkrieges, seiner Rolle im Saarkampf, seiner Zeit als ­Kommissar der Internationalen ­Brigaden im Spanischen Bürgerkrieg, von ­seinem Exil in Frankreich und in Mexiko und schließlich von ­seinen Beobachtungen im Europa der Nachkriegszeit.

Das Lesebuch, das einen Querschnitt durch alle Phasen seines ­literarischen Schaffens bietet, ist eine Einladung, die Schriften des großen Saarländers und Weltbürgers neu- und wiederzuentdecken.

ISBN 978-3-86223-097-6 | 22,00 Euro

Otto Flake: Zwischen den Zeiten. Erzählungen aus fünf Jahrzehnten

Herausgegeben von Hermann Gätje und Sikander Singh. Saarbrücken: Universaar. Universitätsverlag des Saarlandes 2012.

Otto Flake erzählt in der Tradition der französischen Romanciers des 19. Jahrhunderts von Menschen und ihren Schicksalen, seine Figuren sind Individuen im Strom der Geschichte. Die stilistischen wie inhaltlichen Experimente der literarischen Moderne sind ihm fremd. Gleichwohl diskutiert er immer wieder die Notwendigkeit sprachlicher und gesellschaftlicher Befreiung.Gerade diese Widersprüchlichkeit gegensätzlicher Strömungen, die in seinem Denken nebeneinander bestehen, macht Flakes Erzählungen als Zeugnisse ihrer Epoche, als Dokumente der spannungsgeladenen Gleichzeitigkeit ungleichzeitiger Entwicklungen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts für den heutigen Leser interessant.

ISBN 978-3-86223-072-3 | 16,80 Euro

„durch einen Flözarm von Wörtern“ Literatur und Bergbau | Eine Anthologie

Herausgegeben von Hermann Gätje und Sikander Singh. Saarbrücken: Universaar. Universitätsverlag des Saarlandes 2012.

Mit dem Ende des Steinkohlebergbaus im Juni 2012 ist im Saarland eine jahrhundertealte Tradition zu Ende gegangen. Das Literaturarchiv hat aus diesem Anlass ein Lesebuch mit literarischen Texten über den Bergbau zusammengestellt. Das Band versammelt Gedichte, Sagen und Erzählungen aus dem Saarland und anderen deutschen Bergbaurevieren vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis in die Gegenwart.

ISBN 978-3-86223-092-1 | 19,80 Euro