02 Kriegswirklichkeit erzählen: Oskar Wöhrle

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Auf Briefpapier der Armeezeitung der 10. Armee, für die Oskar Wöhrle im Ersten Weltkrieg tätig war, finden sich frühe Fassungen und Vorstufen von Texten, die später Eingang in seine in Buchform in mehreren Auflagen unter variierenden Titeln als „Querschläger“ bzw. „Bumserbuch“ publizierten Sammlungen von Prosatexten über seine Kriegserlebnisse fanden. Das Werk wurde 1933 wegen pazifistischer und kriegskritischer Tendenzen von den Nationalsozialisten verfemt. Geschichten wie „Die Rose“ oder „Die Gasse“ beziehen sich zwar nicht offensichtlich auf die Kriegswirklichkeit, sie kontrastieren diese jedoch wirkungsmächtig durch die zunächst scheinbar beschauliche Naturbetrachtung und den naiven Gestus des Erzählers.