08 Prager Jahre: Oskar Wöhrle

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Wöhrle erhielt 1932 ein Stipendium für einen Aufenthalt in der tschechoslowakischen Hauptstadt Prag. Hier arbeitete er an dem Roman „Der Kelch“, der Fortsetzung seines Erzählwerkes über den böhmischen Reformator „Johann Hus. Der letzte Tag“, der im selben Jahr erschienen war. Der Schriftsteller entwickelte in dieser Zeit eine besondere Neigung zu der Kultur seines Gastlandes und arbeitete auch an verschiedenen Übertragungen tschechischer Literatur. N ach der Machtübernahme der Nationalsozialisten entschied er sich für Prag als Ort des Exils; hier lebte der Autor unter schwierigsten materiellen Verhältnissen. Im Jahr 1937 kehrte er jedoch nach Deutschland zurück. Typoskripte und Entwürfe von „Der Kelch“ liegen in Wöhrles literarischem Nachlass neben Übersetzungen tschechischer Gedichte von Petr Kricka (1884 bis 1949) oder Petr Bezruc (1867 bis 1958)