10 Angst und Indifferenz: Norbert Jacques

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Die Rolle von Norbert Jacques während des Nationalsozialismus ist kontrovers bewertet worden. Seine Sicht der Dinge hat er ausführlich in dem zweiten Teil seiner Autobiografie dargelegt, der die Jahre 1933 bis 1945 umfasst. Der als Typoskript erhaltene Text wurde 2004 in einer erweiterten Neuauflage von „Mit Lust gelebt“ (zunächst 1950 erschienen) erstveröffentlicht. Für Jacques brachte der Beginn der nationalsozialistischen Herrschaft vor allem eine fortwährende Bedrohung seiner Familie. Seine später von ihm getrennte jüdische Frau Grete (1885 bis 1965) konnte schließlich in die Vereinigten Staaten emigrieren; ihre in Europa gebliebenen Töchter blieben während dieser Jahre gefährdet. In Luxemburg ist der Autor vor allem umstritten, weil er nach der Besetzung des Landes 1940 mit Lesungen und Auftritten im Rahmen der Kulturarbeit der deutschen Besatzer mitwirkte.