„Die tiefere Sinnlosigkeit dieser Epoche“ – Literarische Lebensläufe nach 1918: Norbert Jacques, Oskar Wöhrle, Gustav Regler

Der Erste Weltkrieg (1914 bis 1918) bildet nicht nur einen politisch bedeutsamen Einschnitt in der europäischen Geschichte des 20. Jahrhunderts, sondern auch eine Zäsur in den Lebensgeschichten der Menschen: Die Ausstellung stellt am Beispiel des luxemburgischen Schriftstellers Norbert Jacques (1880 bis 1954), des saarländischen Autors und Publizisten Gustav Regler (1898 bis 1963) und des elsässischen Dichters und Verlegers Oskar Wöhrle (1890 bis 1946) kontrastiv dar, wie Biografien zwar gleichermaßen von den Umwälzungen ihrer Epoche berührt wurden, sich aber dennoch – ausgehend von der unmittelbaren Erfahrung des Krieges – sich in verschiedene Richtungen verzweigten. Die Lebens- und Werkgeschichten der drei Autoren dokumentieren so die Umbrüche, Widersprüche und Aporien der Jahre zwischen dem Ende des Ersten und dem Beginn des Zweiten Weltkrieges.

01 Aufzeichnungen von der Ostfront: Norbert Jacques
02 Kriegswirklichkeit erzählen: Oskar Wöhrle
03 Kriegsbegeisterung und Zweifel: Gustav Regler
04 Dämonen des Nachkriegs: Norbert Jacques
05 Politische Verlagsarbeit: Oskar Wöhrle
06 Ideologische Versuche: Gustav Regler
07 Idylle als Programm: Norbert Jacques
08 Prager Jahre: Oskar Wöhrle
09 Antifaschistischer Kampf: Gustav Regler
10 Angst und Indifferenz: Norbert Jacques
11 In Widersprüchen: Oskar Wöhrle
12 Ende der Utopie: Gustav Regler